Die Anfangszeit...


Die historischen Anfänge der SPARDA Banken reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück, als 1868 mit der Gründung des Spar- und Vorschusskonsortiums für die k & k Südbahn die erste Sparda ins Leben gerufen wurde. Damals handelte es sich primär um ein Wohlfahrtsinstitut für in Not geratene Eisenbahnerfamilien. Auch in Deutschland wird diese Idee aufgegriffen und 1896 kommt es zur Einrichtung der ersten Sparda Bank. Mit der Verstaatlichung der meisten Eisenbahnen und der Gründung der Ersten Republik verlieren die Sparda Banken in Österreich an Bedeutung, währenddessen in Deutschland eine rasante Expansion erfolgt.

Erst mit dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland 1938 wird die Sparda - Idee reimportiert. Über Auftrag aus Berlin werden an den Bundesbahndirektionen Wien, Linz, Villach eigenständige Sparda - Genossenschaften eingerichtet. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges dauert es rund 27 Jahre (bis zur Einführung der bargeldlosen Bezugsauszahlung 1972 durch die ÖBB) bis die drei österreichischen Sparda Banken ihrer ursprünglichen Funktion in vollem Ausmaß wieder gerecht werden können.

1985 wird die Sparda Wien von einer Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Alleinaktionär ist die BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG.

Die Sparda Villach (Bilanzsumme rund € 276 Mio, 13 Außenstellen) und Linz (rund € 272 Mio. Bilanzsumme, 16 Außenstellen) bleiben eigenständige Genossenschaften. In Deutschland bestehen 12 selbständige Sparda Banken mit 401 Außenstellen. Bei einer Bilanzsumme von rund € 47,5 Mrd. werden 6.167 Mitarbeiter beschäftigt.

...und heute


Bis Jänner 2009 war die SPARDA Bank eine eigenständige Aktiengesellschaft im alleinigen Eigentum der BAWAG. Sie hatte zuletzt eine Bilanzsumme von rund 163 Mio. Euro. Die Geschäfte wurden durch einen unabhängigen Aufsichtsrat kontrolliert, in welchem Vertreter des Eigentümers BAWAG, der Gewerkschaft vida sowie die Belegschaftsvertreter saßen. Durch die Verschmelzung mit der Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft agiert die SPARDA Bank ab 23.01.2009 als eigene Marke der BAWAG PSK mit eigener Produktpalette, eigenständigen Konditionen sowie der eigenen Vertriebsstruktur.

Wir führen knapp 18.000 Giro-, Bezugs- und Pensionskonten. Darüber hinaus werden sämtliche Bereiche des Privatkundengeschäftes wie Sparbücher, Hypothekar- und Privatkredite, Wertpapierberatung und -veranlagung sowie Bausparen und Versicherungen angeboten.

Unser Wirkungsgebiet ist der Osten Österreichs. Historisch bedingt existiert aber noch ein größerer Stamm an Kunden in Vorarlberg, Tirol und der Steiermark (hier hauptsächlich bei den Graz - Köflacher Eisenbahnen). Durch die Veränderungen der letzten Jahre bei den ÖBB (Personalabbau) haben auch wir unser Augenmerk verstärkt auf Kundengruppen außerhalb der Eisenbahn gelegt, und erzielen dabei wegen unserer besonders günstigen Konditionen große Erfolge.